Riedberger Horn

(Allgäuer Alpen, Bayern, Deutschland)

Höhe
1787 m
Höhendifferenz
350 Hm
Schwierigkeit
Wanderung - Leicht
Wintertauglich
ja
Exposition
Südost (Aufstieg); Ost, Südost (Abstieg)
Einkehr
Berghütte Grasgehren am Ausgangspunkt
Ausgangsort
Riedbergpass/Grasgehren
Aufstieg
Hörnlelifte
Abstieg
Ostgrat
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Charakteristik

Aufgrund seiner Gutmütigkeit und leichten Erreichbarkeit ist das Riedberger Horn bei vielen beliebt: Skifahrer, Schneeschuhgeher, Wanderer, Mountainbiker, Almbauern etc. Für Liebhaber unberührter Natur und Einsamkeitsfanatiker ist es daher vielleicht nicht ganz der passende Gipfel. Wer aber ein schnell erreichbares Halbtagesziel braucht, das auch Ungeübte oder Familien problemlos besteigen können, ist am Riedberger Horn goldrichtig. Die Aussicht ist nämlich eine absolut positive Überraschung: Trotz geringer Höhe umfasst das Gipfelpanorama den gesamten Allgäuer Hauptkamm mit Hochvogel und Krottenkopf im Osten, Mädelegabel und Biberkopf im Südosten und Widderstein im Süden. Bei klarer Sicht kann man im Westen sogar ein Eckchen des Bodensees erkennen.


Beschreibung

Aufstieg: Kurz vor dem Straßenende am Großparkplatz Grasgehren halten wir uns an einer Infotafel mit Wegweiser links, durchqueren eine Abstellfläche und gelangen nach den Gebäuden zu einer Furt über die Schönberger Ach (NW, W). Dem breiten, nach S führenden Forstweg folgen wir nur wenige Meter; direkt auf Höhe einer Funkstation zweigt unser beschilderter Wanderweg nach rechts ab. Er führt – teilweise mit Holzstufen befestigt – erst durch einen Waldgürtel, dann rechts der Skilifte über freie Almwiesen (NW) hinauf zu einem breiten Rücken, der direkt vom Riedberger Horn herunterzieht. Er gibt bis zum Gipfel die Richtung vor: Wir schwenken also leicht nach rechts (NW), orientieren uns immer am Gratverlauf, ignorieren den Abzweig zur Mitteralm und gelangen so zum behäbigen Gipfelaufbau. Die etwas steilere, erosionsgeplagte Flanke wurde durch Holztreppen gut gangbar gemacht, sodass das geräumige Gipfelplateau schnell erreicht ist (N).

Abstieg: Für den Abstieg nehmen wir den breiten Wanderweg, der in O-Richtung in einigen Kehren vom Gipfelstock hinunterleitet und dann in sanftem Gefälle dem Verbindungskamm Richtung Wannenkopf folgt (O). Im Stil eines Panoramawegs geht es zu einer Einsattelung mit Wegweiser: Für den direkten Rückweg halten wir uns hier rechts (S) und steigen in etwas steileren, teilweise sogar geteerten Kehren hinunter ins Almgebiet (SO) und zur schon lange sichtbaren Skistation Grasgehren (S).

Hinweis: Zufahrt zum Riedbergpass entweder aus dem Illertal über Fischen und Obermaiselstein oder westseitig über Hittisau/Balderschwang. Gut ausgebaute Bergstraße (16% Steigung), auf der Passhöhe kurze Sackgasse zur Skistation Grasgehren.

Tipp: Die Runde kann noch ausgebaut werden, indem man beim Abstieg noch bis zum Bolgen auf dem Verbindungskamm bleibt und erst dort nach Grasgehren abstiegt. Optional kann man dann sogar noch den Wannenkopf mitnehmen.